| “Geld ist nichts anderes als Schulden.
Das Geld, das sie in der Tasche haben, sind die Schulden eines anderen. Geld
entsteht nur durch Schulden. Und dies sei genau das Problem, das wir gerade
haben”.
Ein Chefvolkswirt in der Fragerunde wendete ein, ob dies denn nun bedeuten
würde, dass die Rückzahlung von Schulden auch Geld vernichten würde. Obama
sagte, dass dies so sei.
Die Rückzahlung von Schulden vernichte Geld. Das sei auch der Grund, warum
sich der Dollar verknappen würde und deshalb gegen andere Währung im Wert
steige: “Im Dollar gibt es die meisten Kredite. Werden diese auch nur zum Teil
beglichen, wird Geld vernichtet und der Dollar knapp und teuer”. Dies sei der
einzige Grund, warum der Greenback gegen andere Währungen steige, denn
eigentlich sei man an einem schwachen Dollar interessiert.
Aber das Grundproblem sehe er darin, dass das Geldsystem auf immer höhere
Schuldenstände angewiesen sei. Schulden aber könne man nicht unbegrenzt machen.
“Deshalb sind wir ja jetzt so tief im Schlamassel” – so der US-Präsident
wörtlich.
“Soll das also heißen, dass es Geld in seiner reinen Form gar nicht gebe?” –
wollte ein Journalist wissen. Obama nickte und meinte, dass es genau so sei. Und
weil jetzt alle bis zum Maximum verschuldet seien, wäre das Geld in der Tasche
praktisch wertlos und deshalb hätte man jetzt ein großes Problem. Dies sei
allerdings nicht nur ein Dollar-spezifisches Problem, sondern ein Problem aller
Währungen.
Ein anderer Journalist wollte wissen, wie es denn um die FED bestellt sei,
die gerade über 1 Billion Dollar ausleiht. Darauf gab Obama wohl eines der
bestgehüteten Geheimnisse preis: Die FED hätte gar kein Geld. Sie schafft es aus
dem Nichts – per Knopdruck. Wie ein Zauberer.
Obama gab zu, dass er vorher mit dem Zentralbankchef Bernanke über dieses
Problem gesprochen habe. Dieser habe ihm geraten, die Fakten lieber nicht an die
Öffentlichkeit zu bringen. Doch er, Obama, stehe schließlich für den Wechsel
(Change) und das würde eben auch ein Paradigmenwechsel beim Geld bedeuten.
Darauf entgegnete ein Reporter empört: “Wollen Sie damit sagen, dass die FED
Geld aus dem Nichts schafft – während andere schwer dafür arbeiten müssen?”
“Genau so ist es” antwortete Obama. Aber er würde sich dafür einsetzen, dass
es in Zukunft auch im Geldsystm ehrlicher zugehen würde. Es könne nicht angehen,
dass Banken oder die Zentralbank Geld aus dem Nichts schafften während andere
schwer dafür arbeiten müssten.
Der US-Präsident machte sich ausdrücklich stark für ein neuartiges
Geldsystem, gab aber zu bedenken, dass dies eine ausserordentlich schwierige
Angelegenheit sei. Der letzte Präsident, der dies versucht hätte, bezahlte dies
mit seinem Leben. Obama: “Ich will nicht so enden wie Kennedy. Ich will wirklich
etwas verändern. Wir müssen das System ändern. Yes, we can!”
Welche Maßnahmen im Einzelnen geplant seien, darüber ließ Obama die
Expertenrunde im Dunkeln. Er riet den Journalisten jedoch, beim nächsten Mal den
Fed-Chef Bernanke einzuladen. Dieser würde sich noch besser hinsichtlich der
Tücken des Geldsystems auskennen. Er sei jetzt schon gespannt, welche Lösung
Bernanke vorschlagen werde.
Quelle/Gesamter Text: www.mmnews.de |